Der Get active Social Business Award (kurz GASBA) fördert soziale Innovationen, Unternehmen und Projekte in Österreich. 2025 wird das überzeugendste soziale Unternehmen mit einem Preisgeld von insgesamt €96.000,- in Form von Geld- und Sachleistungen unterstützt.
Teilnehmen können Einzelpersonen, Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Gruppen, die soziale Ungleichheiten gezielt bekämpfen. Gemeint sind damit ökologische, zwischenmenschliche, politische oder wirtschaftliche Probleme, für die bestehende Strukturen keine ausreichenden Lösungen bieten. Der Get active Social Business Award wurde 2007 vom NPO Kompetenzzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien, DerStandard und Coca‑Cola als „Ideen gegen Armut“ ins Leben gerufen und ist heute, mit neuem Namen aber derselben Mission, der größte Preis für soziale Innovation in Österreich.
Unter dem Motto „Make a difference“ laden wir somit alle motivierten Personen und Unternehmen in Österreich ein, sozial innovative Projekte und Sozialunternehmen beim GASBA 2025 einzureichen!
Alle eingereichten Projekte, sozialen Unternehmen und Start-Ups durchlaufen einen mehrstufigen Auswahlprozess. Zunächst überprüft unsere unabhängige Jury, ob die Einreichungen den festgelegten Kriterien entsprechen. Anschließend werden bis zu zwölf Finalist:innen ausgewählt und zu einem exklusiven Business-Coaching-Wochenende eingeladen. Dieses Wochenende bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich von Expert:innen verschiedenster Branchen individuell beraten zu lassen und wertvolle Kontakte innerhalb der österreichischen Social-Business-Community zu knüpfen. Besonders für junge Teilnehmer:innen bietet dieses Networking-Event erfahrungsgemäß große Vorteile, um langfristig tragfähige Verbindungen aufzubauen.
In der letzten Phase präsentieren die Finalist:innen ihren ausgearbeiteten Businessplan dem Advisory Board, das anhand klar definierter Kriterien die besten Projekte kürt. Die Siegerprojekte erhalten neben einem Preisgeld auch weiterführendes Expert:innen-Coaching, um ihre sozialen Geschäftsideen erfolgreich umzusetzen.
Passend zum 96. Jubiläum von Coca‑Cola Österreich ist der GASBA 2025 mit einem Preisgeld von €96.000,- dotiert. Diese Summe dient als "Social Venture Capital" und ist nicht rückzahlungspflichtig. Bei erfolgreichem Erreichen festgelegter Zwischenziele kann die finanzielle Unterstützung gegebenenfalls fortgesetzt werden. Einzelheiten zur genauen Aufteilung des Preisgeldes werden im Rahmen des Coaching-Wochenendes im September 2025 bekanntgegeben, zu dem die Finalist:innen rechtzeitig eingeladen werden.
Der Award richtet sich gezielt an Social Entrepreneurs, also Einzelpersonen und Organisationen, deren innovative Konzepte und Projekte nachweislich gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Bewerben können sich Unternehmen, Start-Ups sowie Non-Profit-Organisationen, ausgeschlossen sind politische Parteien und öffentliche Einrichtungen.
Die Jury bewertet alle Einreichungen nach folgenden fünf Kernkriterien:
In Österreich spielen soziale Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Mit über 200 Betrieben an 500 Standorten bieten sie rund 34.000 Menschen Beschäftigung und tragen maßgeblich zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes bei. Der Get active Social Business Award richtet sich an Sozialunternehmer:innen, die durch innovative und nachhaltige Projekte bestehende Lücken in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben schließen. Die eingereichten Projekte sollten folgende Merkmale aufweisen:
1. Innovativer Charakter
Gesucht werden Projekte, soziale Start-Ups und Sozialunternehmen, die durch Originalität und Innovation überzeugen. Dies kann entweder durch völlig neuartige Ansätze oder durch die Anpassung bewährter Best-Practice-Modelle an die spezifischen Bedürfnisse der eigenen Region erfolgen. In Österreich zeigen Sozialunternehmen einen großen Innovationswillen: Knapp 85 % der Gründungen basieren auf innovativen Ideen, wobei über die Hälfte Technologien wie künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Apps und Plattformen einsetzen.
2. Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit
Projekte sollten langfristig angelegt sein und nach der Förderperiode ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung fortbestehen können. Dies erfordert eine solide Planung und die Fähigkeit, sich selbst zu finanzieren, ohne auf öffentliche Mittel angewiesen zu sein. Nachhaltige Sozialunternehmen tragen zur wirtschaftlichen Stabilität bei und sichern die Kaufkraft in den Regionen.
3. Schließung bestehender Lücken
Die Projekte und sozialen Innovationen sollten darauf abzielen, bestehende Defizite in Bereichen wie Soziales, Ökologie, Wissenschaft oder Bildung zu beheben. Insbesondere werden Vorhaben gefördert, die aufgrund ihres innovativen Charakters Schwierigkeiten haben, alternative Finanzierungsquellen zu erschließen. Soziale Unternehmen übernehmen oft Aufgaben, die der freie Markt nicht abdeckt, und bieten Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen.
Durch die Berücksichtigung dieser Kriterien sollen Projekte identifiziert und gefördert werden, die einen nachhaltigen und positiven Beitrag zur österreichischen Gesellschaft leisten.
[QUELLE]
https://arbeitplus.at/soziale-unternehmen-relevanter-wirtschaftsfaktor-in-den-regionen/
https://www.sozialministerium.at/Themen/Soziales/Soziale-Themen/Soziale-Innovation/Social-Business.html
Das letztjährige Gewinnerprojekt, PATHfindr, überzeugte die GASBA Jury mit seinem innovativen Konzept zur digitalen Berufs- und Bildungsberatung. Die Plattform nutzt gezielt soziale Medien wie TikTok, Instagram und Discord, um Jugendliche (besonders aus wirtschaftlich und sozial benachteiligten Familien) bei der Berufswahl und Ausbildungsorientierung aktiv zu unterstützen. Über 3.000 Jugendliche nutzen das Angebot bereits regelmäßig, dazu kommen über 700 individuelle Beratungsgespräche sowie mehr als 200 Workshops an österreichischen Schulen.
Das wesentliche Alleinstellungsmerkmal der Projekts ist der Einsatz sogenannter Peer-Berater:innen. Dabei unterstützen junge Menschen andere Jugendliche, indem sie eigene Erfahrungen aus Ausbildung und Berufsleben teilen und somit eine Beratung auf Augenhöhe ermöglichen. Durch Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen und Institutionen wird garantiert, dass die Angebote praxisnah, aktuell und relevant bleiben.
Die Energiegemeinschaft Österreich engagiert sich als gemeinnützige Organisation gezielt gegen Energiearmut. Sie ermöglicht Haushalten mit eigener Photovoltaikanlage, überschüssige Energie auf einfache und schnelle Weise an Personen und soziale Einrichtungen weiterzugeben, die besonders stark unter Energiearmut leiden. So wird überschüssiger Solarstrom effizient genutzt und erreicht direkt jene Menschen, die diese Unterstützung am dringendsten benötigen.
Mit Movevo4Kids erhalten Volksschullehrer:innen eine praktische App, mit der sie Bewegung einfach und spielerisch in ihren Unterricht integrieren können. So wird die tägliche Bewegungseinheit unkompliziert und macht den Kindern auch noch Spaß.
Hier ist eine Übersicht der zehn Finalist:innen des letztjährigen Get active Social Business Awards.
Alle Projekte werden anhand eines standardisierten Dokuments in einfacher, kompakter Form eingereicht. Das vollständig ausgefüllte Einreichformular findest du auf der Website des NPO & SE Kompetenzzentrums der WU Wien mit Klick auf den Button unten.
Nach einem Screening durch das NPO und SE Kompetenzzentrum der WU Wien wählt die unabhängige Jury aus allen Einsendungen bis zu 12 Finalist:innen für den weiteren Prozess aus.
Fragen zur Einreichung bitte per Mail an: stefan.schoeggl@wu.ac.at.
Von zwischen 05. bis 07. September findet ein verpflichtender, zweitägiger Business Workshop statt. An diesem Wochenende werden die jeweiligen Vertreter:innen der ausgewählten Final-Projekte von fachkundigen Vortragenden und Coaches unterschiedlichster Bereiche unterstütz und beraten. Im Anschluss werden die Businesspläne erneut der Jury zur Begutachtung vorgelegt.
Die Vergabe der Fördermittel erfolgt letztendlich auf Basis der Beurteilung der Businesspläne und einer Projektpräsentation vor dem Advisory Board, dessen Mitglieder ein Projekt mit dem Get active Social Business Award 2025 auszeichnen. Die konkrete Form der Finanzierung orientiert sich am Businessplan des Einreiches bzw. der Einreichen und kann auch phasenbezogen in Tranchen erfolgen.
Das Siegerprojekt wird von Experten der Contrast EY Management Consulting und dem NPO und SE Kompetenzzentrum der WU Wien bei der Umsetzung des eingereichten Unternehmens gecoacht und laufend evaluiert. Die Preisverleiher behalten sich das Recht vor, bei deutlichen Abweichungen vom Projektplan auch die Auszahlung offener Teilbeträge auszusetzen.
Die eingereichten Projekte werden nicht nur hinsichtlich ihrer sozialpolitischen Wirksamkeit beurteilt, sondern auch auf Basis wirtschaftlicher Kriterien. Dabei ist es wichtig, dass die Wirksamkeit (Effektivität) die Wirtschaftlichkeit (Effizienz), die Finanzierbarkeit und die Realisierbarkeit (Feasibility) des Projektes in einem Projektplan (Businessplan) nachvollziehbar vermittelt werden.
Dieser Businessplan sollte knapp und prägnant sein und darf maximal 20 Seiten umfassen. Folgende Gliederung ist verpflichtend einzuhalten:
• Chancen und Risiken des Projektes
• Die Organisation bzw. die Person
• Projektvorstellung: Ziele und Leistungen des Projektes
• Projektumfeld und Zielgruppen
• Marketing
• Unternehmerteam bzw. Management und Schlüsselpersonen im Projekt
• Umsetzungsplanung bzw. Realisierungsplan für das Projekt
• Finanzierungsbedarf für das Projekt
DETAILINFORMATIONEN ZU DEN EINZELNEN PUNKTEN FINDEST DU HIER.
Die Einreicher:innen erklären sich bereit, das laufende Coaching und die Evaluation im Fall der Nominierung zu einem Siegerprojekt aktiv zu nutzen bzw. zu unterstützen. Dies beinhaltet vor allem die Bereitschaft, an Erhebungen (z.B. Interviews) teilzunehmen sowie gewisse Daten (einschließlich Finanzdaten) offenzulegen.
Weiters erklären sich die Einreicher:innen bereit, im Falle einer Nominierung zu einem Siegerprojekt alle weiteren Kommunikationsschritte bei der Umsetzung des Projektes mit der Initiative Get active Social Business Award (GASBA) 2025 aktiv abzustimmen bzw. Get active Social Business Award 2025 bei jedem Kommunikationsschritt im Rahmen der Umsetzung des Projekts verpflichtend in die Kommunikation miteinzubeziehen. Diese Punkte werden mit dem Vertreter des Siegerprojektes in Form einer schriftlichen Vereinbarung fixiert.